Mittwoch, 30. September 2009

God was fucking with you


Dienstag, 29. September 2009

Der falsche Weg

Letzten Samstag demonstrierten etwa 1000 Abtreibungsgegner in Berlin unter dem Motto "Marsch für das Leben". Bereits während der Demonstration kam es zu Rüpeleien mit Gegendemonstranten. Darüber kann man denken wie man will, doch was dann im anschließenden Gottesdienst geschah, kann ich nur verurteilen.
Während eines Gottesdienstes im Anschluss an eine Kundgebung gegen Abtreibungen in Berlin-Mitte sind am Samstag Teilnehmer mit rohen Eiern beworfen worden. Wie die Polizei mitteilte, wurde eine Gegendemonstrantin in der St.-Hedwigs-Kathedrale am Bebelplatz festgenommen.

Quelle: tagesspiegel.de, jesus.de, Atheist Media Blog
Diese übermotivierte Demonstrantin hat das grundgesetzlich verbürgte Recht auf freie Religionsausübung der Gottesdienst-Teilnehmer verletzt und gehört daher angemessen bestraft. Punkt.

Die innere Logik des Glaubens



Quelle: atheistcartoons.com

Sonntag, 27. September 2009

Strafe Gottes



Um dieses Zitat in seiner ganzen Abscheulichkeit erfassen zu können, muss man sich ein wenig mit der Geschichte beschäftigen. Kurz gesagt: David schwängert die Ehefrau von Uria, stellt sicher, dass Uria in der nächsten Schlacht stirbt und Gott betraft darauf hin David für seine Sünden, in dem er dessen Sohn (!) tötet. Etwas länger gesagt...

Die Geschichte dreht sich um ein kleines, sündhaftes Abenteuer des Königs David, Gottes Liebling und derjenige der Goliath mit einer Steinschleuder erschlug (1. Samuel 17:49) oder auch nicht (2. Samuel 21:19). Während dieser sein Heer gegen die Ammoniter ausziehen lässt, um diesen ein für alle Mal zu zeigen, wo der Hammer hängt, gönnt sich König D ein wenig Erholung in Jerusalem.

Eines Abends geht er auf den Dächern seines Hauses spazieren und entdeckte die schöne Bathseba bei der Körperpflege. In wilder Wolllust entbrannt, erkundigte sich König D nach der Schönen, erfuhr ihren Namen und den kleinen Umstand, dass Bathseba verheiratet war. Aber natürlich lässt sich so ein König und Liebling Gottes von einem kleinen Gebot, dass wohl irgendwas mit Begehren und des Nächsten Weibes zu tun haben soll, nicht aufhalten. Er ließ die Angehimmelte zu sich bringen und "lag bei ihr."

Und weil das Kondom noch nicht erfunden war, kam es wie es kommen musste. Bathseba wurde schwanger. Doch König D, der alte Stratege, wusste sich zu helfen. Er befahl, dass der Ehemann von Bathseba, der oben im Zitat erwähnte Uria, in der ersten Reihe kämpfen und sich das Rest des Heeres dann hinter Urias Rücken zurückziehen sollte. König Ds Plan ging natürlich auf und Uria starb auf dem Schlachtfeld.

Aber irgendwie muss Gott Wind von dieser Sache bekommen haben und war - wie wir Briten sagen - not amused. Über seinen Stellvertreter Nathan, ließ der liebe und gerechte Gott dann also folgendes ausrichten.
Siehe, ich will aus deinem eigenen Hause Unglück über dich erwecken und will deine Weiber vor deinen Augen nehmen und sie deinem Nächsten geben, daß er an der hellen Sonne bei deinen Weibern schlafe! Denn du hast es heimlich getan, ich aber will solches vor ganz Israel und vor der Sonne tun! [...]

So hat auch der HERR deine Sünde hinweggenommen; du sollst nicht sterben! Doch weil du den Feinden des HERRN durch diese Geschichte Anlaß zur Lästerung gegeben hast, so wird auch der Sohn, der dir geboren ist, gewißlich sterben!

Quelle: 2. Samuel 12, 11-14
Tja. und der kleine Racker, der nun wirklich nichts dafür konnte, stirbt sieben Tage später. Klingt komisch, ist aber so.

Samstag, 26. September 2009

Vertraue Deinem Gehirn nicht

Welches der beiden, mit A und B bezeichneten Quadrate ist heller?


Sollte der geneigte Leser diese optische Täuschung nicht kennen, so wird die Antwort fast sicher falsch sein. Die beiden Quadraten sind nämlich gleich hell und hier ist der Beweis:


Als ich diese Illusion zum ersten Mal gesehen habe, konnte ich es auch nicht glauben und vermutete dahinter irgend einen Trick. Deswegen kann ich nur jedem raten, das obere Bild herunterzuladen und sich mit Hilfe eines Bildbearbeitungsprogramms selbst davon zu überzeugen, dass die Quadrate in der Tat gleich hell sind.

Nachdem man das getan hat, sollte man sich den Spaß gönnen und nochmal das erste Bild betrachten und versuchen, die beiden Quadrate als gleich hell wahrzunehmen. Das wird nicht funktionieren. Das heißt also, dass, selbst wenn wir wissen, dass uns unser Gehirn etwas falsches vorgibt, wir keinerlei bewussten Einfluss auf die Interpretation des Wahrgenommenen haben. Wir sind dieser hilflos ausgeliefert und können nur eines machen: Unseren eigenen Sinne zu misstrauen.

Das Fazit dieser ersten Lockerungsübung zum Thema unbewusste Interpretation der Umwelt ist das folgende. Die Interpretation der Welt, wie sie uns unser Gehirn vorgibt, kann falsch sein und wir haben keinerlei Möglichkeiten bewusst in diese Interpretation einzugreifen.

Freitag, 25. September 2009

Donnerstag, 24. September 2009

Logische Fehlschlüsse (4) - Argument der unerwünschten Konsequenz

Beschreibung: Eine These wird abgelehnt, weil sich aus dieser eine unerwünschte Konsequenz ergibt.

Logische Struktur: Wenn A dann B und B darf nicht sein.

Beispiel: "Wenn es keinen Gott gibt, dann ist alles sinnlos." oder "Die Evolutionstheorie ist unfug, weil ich nicht mit einem Affen verwandt bin."

Bei dieser Form des logischen Fehlschlusses ist es wichtig zu bemerken, dass keinerlei Aussage über den Wahrheitsgehalt der Eingangsthese gemacht wird. Letztere wird nur deswegen abgelehnt, weil die Konsequenz nicht den eigenen Wunschvorstellungen entspricht.

Tatsächlich versucht das Argument der unerwünschten Konsequenz die Form der statthaften Beweistechnik reductio ad absurdum erfolglos nachzuäffen. Bei dieser wird eine Aussage widerlegt, in dem man diese auf einen logischen Widerspruch oder auf einen Widerspruch mit einer akzeptierten Tatsache zurückführt.