(via Blasphemieblog Reloaded)
Posts mit dem Label Politik werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Politik werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Donnerstag, 30. Dezember 2010
Dienstag, 24. August 2010
Heil Gott!
Quelle: lolgod.blogspot.com
Eine weitere Episode zu unserem beliebten Thema "Atheismus war Schuld am Faschismus".
Montag, 16. August 2010
Das Problem mit den Kopftuchträgerinnen...
... ist der Umstand, dass diese ein Kopftuch tragen. Und wenn man diese widerspenstigen Kopftuchträgerinnen bittet, ihr Corpus Delicti abzulegen, dann weigern sie sich dreist und schlicht. Ein Problem das alle Nichtkopftuchträgerinnen nicht verursachen!
Auf diese sinnige Erkenntnis ist der Bildungsdirektor von St. Gallen Stefan Kölliker gekommen und schämt sich in keinerlei beobachtbarer Weise diesen Gehirnschluckauf auch noch in der 20 Minuten kundzutun. Aber Kölliker ist als SVP-Mitglied (so was wie die schweizer Entsprechung zur CSU auf Speed) natürlich auch Experte für den gelebten Islam und als solcher weiß er ganz genau, welche religiöse Bedeutung das Kopftuch hat:
Kölliker: Das Kopftuch ist kein religiöses Symbol.
Quelle: 20 Minuten (Printausgabe vom 6.8.2010)
In Umfragen geben allerdings fast alle Kopftuchträgerinnen als Grund für ihr Kopftuchgetrage religiöse Verpflichtung an. Entweder lügen also diese Kopftuchträgerinnen in den Umfragen oder sie wissen schlicht nichts über ihre eigene Religion. Aber was soll man von Kopftuchträgerinnen auch schon anderes erwarten, nicht wahr Kölliker?
Jedenfalls liegt für Kölliker die Lösung des Kopftuchträgerinnenproblems auf der Hand.
Kölliker: Ein Kopftuchverbot würde die Integration fördern.
Ach so. Der Verbot von religiösen Symbolen, von denen nur behauptet wird, dass diese religiöse Symbole darstellten, in Wirklichkeit aber eben keine sind, fördert die Integration. Gut zu wissen.
Ich lebe übrigens als atheistischer Einwanderer in der Schweiz und bisher konnte mir noch keiner die Bibelstelle zeigen, in der Kirchturmglockengeläut gefordert wird. Kölliker? Sie wissen was zu tun ist!
Donnerstag, 1. Juli 2010
Frohe Botschaft: Laizisten bei der SPD
Arbeitskreise und -gemeinschaften in einer Partei sollen die fachspezifische Speerspitze einer solchen bilden. Neben allerlei Relevantem (Arbeit, Wirtschaft, Sport) hat natürlich auch hier das Christentum seine Finger bis zur Schulter im Matsch.
So trägt zwar die CDU/CSU das Buzzwort "christlich" bereits im Namen, aber trotzdem gibt es noch einen gesonderten Evangelischen Arbeitskreis (Motto: Brücken bauen zwischen Kirche und Politik - würg), einen Arbeitskreis Engagierter Katholiken in der CDU (engagiert!) und den wohl besser bekannten Kardinal-Höffner-Kreis, der sich auf Bischof Höffner beruft, welcher 1985 wiederrum in der damaligen Unwissenheit über AIDS göttliche Vorhersehung erkannte.
Natürlich gibt es auch in der SPD einen Arbeitskreis Christinnen und Christen und sogar einen Arbeitskreis jüdischer Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten. Auch darf ein christlicher Zusammenschluss in der FDP Bundestagsfraktion nicht fehlen und was die FDP kann, können die Grünen schon lange: Christinnen und Christen bei Bündnis 90/Die Grünen. Ja, selbst DIE LINKE - man mag es nicht für möglich halten - besitzt eine AG Christinnen und Christen.
Die Liste ist mit Sicherheit unvollständig, aber bei der Recherche wurde mir schon schlecht genug...
Aber zurück zur frohen Botschaft. Vor einigen Tagen tagte der Gründungsausschuss des neu formierten Arbeitskreises der Laizisten in der SPD. Getreu ihres Namens treten diese für eine strickte Trennung zwischen Kirche und Staat ein. Zu ihren Zielen gehören:
- Weltanschauliche Neutralität des Staates, worunter auch der Verbot der staatlichen Zurschaustellung religiöser Symbole in öffentlichen Gebäuden fällt.
- Weltanschauliche Neutralität im Schulwesen, speziell die Abschaffung des konfessionsgebundenen Religionsunterricht als ordentliches Schulfach.
- Ablösung der außerordentlichen und verfassungswidrigen Staatsleistungen an die Kirchen (Bezahlung der Bischofsgehälter).
- Abschaffung der Rechtsprivilegien der Kirchen und effektive rechtliche Gleichstellung religiöser Gemeinschaften mit Vereinen (übrigens bliebe die steuerliche Absetzbarkeit des Kirchenmitgliedsbeitrages erhalten).
- Beendigung der staatlichen Bezahlung der konfessionsgebundenen Ausbildung der Theologen.
- Streichung der religiösen Ausnahmeregelungen im Arbeitnehmerrecht - insbesondere der Paragraph §9 im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) sei hier erwähnt.
- Abschaffung der staatlich finanzierten Militärseelsorge.
Um möglichen Anschuldigungen zuvor zu kommen, sei mir noch ein kurzes post scriptum zugestanden. Mit der negativ konnotierten Auflistung all der hübschen christlichen Arbeitskreise in den Parteien wollte ich mitnichten, ihre Existenzberechtigung in Frage stellen. Natürlich dürfen die Christen auch in den Parteien der Herdenbildung frönen. Der offensichtlich umfassende Einfluss der Christenheit auf die Politik muss mir aber noch lange nicht gefallen.
Donnerstag, 6. Mai 2010
Schweiz 1:1 Belgien
Nachdem die Schweiz mit einer Volksinitiative im letzten Dezember runde Türmchen mit Balkon verbot, hat Belgien nun vor Kurzem aufgeholt und stellte das öffentliche Tragen von Bettlaken unter Strafe. Diesen Ausgleich lassen sich die Eidgenossen natürlich nicht bieten und wollen nachlegen. Etwas unkreativ soll es dann aber ebenfalls Bettlakenträgerinnen treffen.
Philipp Müller, laut Eigenauskunft Mitglied des Vorstandes der schweizerischen FDP, erklärte der 20 Minuten, warum er dieses Ansinnen für Weise und Gerecht erachtet:
Die Burka ist ein textiles Gefängnis. Gemäß führenden Islamgelehrten ist sie im Koran nicht vorgeschrieben. Die Burka ist deshalb ein rein politisches Symbol für den radikalen Islam.
Na, hier weiß aber jemand ganz genau, wie der wahre Islam aussieht. Ich bin da etwas bescheidener und möchte an die Proteste gegen ein Gesetz zur Stärkung der Frauenrechte in Mali vergangenes Jahr erinnern, die von überraschender Seite kamen. Von Frauen. Indoktrination? Sicher, aber welches Gesetz verbietet nochmal Indoktrination?
Wichtig ist einfach, dass wir diese längst fällige Diskussion über unsere schweizerische und über die europäische Identität jetzt führen.
Ach, ja, die zu viel bemühte Identität. Wessen Identität hängt aber davon ab, ob sich ihm unbekannte Personen ein Bettlaken über den Kopf ziehen? Meine gewiss nicht.
Donnerstag, 22. April 2010
Anspruch & Realität
Militärbischof Mixa steht bekanntlicher weise gerade arg in der Schusslinie. Mittlerweile liegen insgesamt acht eidesstattliche Erklärungen vor, die Mixa schwere körperliche Misshandlung vorwerfen. Nachdem Mixa diese Vorwürfe erst vehement zurückgewiesen hatte ("Ich habe ein reines Herz"), ruderte Schrobenheims ehemaliger Schrecksenmeister zurück und möchte nun die eine oder andere Watsch'n nicht mehr ausschließen. Obwohl er damit noch lange nichts zugegeben hat, beeilt er sich, eventuelle doch verteilte "Ohrfeigen" zu verteidigen.
Mit seiner vorauseilenden Verteidigung torpediert er sogar die Grundfesten der heiligen Kirche - vermutlich ohne es zu bemerken. So tritt die katholische Kirche doch laut ihrer Selbstbeweihräucherung für eine objektive, allgemeingültige und vor allen unveränderlichen Moral ein. Und wie hat sie Mixa sinngemäß gegenüber den Vorwürfen verteidigt?
Mixa: Hat man früher so gemacht.Glückwunsch, Herr Mixa!
PS: Mittlerweile hatte Mixa ein Einsehen und verkrümmelt sich bis auf Weiteres. Das verurteile ich auf's schärfste! Mixa war das Beste, was uns demilitanten Atheisten passieren konnte...
Montag, 22. Februar 2010
Gruß ganz groß
Nachdem das Obermainzelmännchen Mixa der sexuellen Revolution der 68er eine Mitschuld an den pädophilen Übergriffen in der katholischen Kirche gegeben hat und für diese grandiose geistige Fehlleistung sogar noch Applaus von der bayerischen Justizministerin Beate Merk bekommen hat, kritisierte die Generalsekretärin der FDP-Bayern Miriam Gruß Mixas Äußerungen.
Gruß giftig: „Ausgerechnet dort, wo die sexuelle Revolution nie stattgefunden hat, soll sie schuld am Kindesmissbrauch sein.“
Quelle: abendzeitung.de via Atheist Media Blog
Das ist nicht nur schön pointiert auf den Punk gebracht, sondern auch lehrreich. Man kann offenbar in der FDP sein und trotzdem denken...
Mittwoch, 17. Februar 2010
Ein kleiner Schritt
Ein fiktives Zitat:
„Einer bleibt von aller Kritik ausgeschlossen, das ist Gott. Das kommt daher, dass jeder fühlt und weiß: Er hat immer recht und er wird immer recht haben. In der kritiklosen Treue, in der Hingabe an Gott, die nach dem Warum im Einzelfalle nicht fragt, in der stillschweigenden Ausführung seiner Gebote liegt unser aller Glaube verankert.“
Das klingt doch sehr nach einer typischen Rede eines Fundametalgläubigen. Der Schritt vom fiktiven zum wirklichen Zitat ist allerdings erstaunlich klein. Dazu braucht man nur die folgenden Ersetzungen durchzuführen
Gott -> Führer
Glaube -> Nationalsozialismus
Gebote-> Befehle
und schon ist man bei einer Rede von Rudolf Heß aus dem Jahre 1934 gelandet. Hatte ich nichtmal geschrieben, dass sowohl die Religion und als auch Diktaturen Formen von Ideologien mit alleinigem und absolutem
Wahrheitsanspruch darstellen? Die Auffassung vom Nationalsozialismus als politische Religion erscheint im Lichte dieses Zitat umso gerechtfertigter.
Montag, 15. Februar 2010
Freitag, 29. Januar 2010
Grenzwertiges aus England
Das britische Innenministerium fördert mit 10.000 Pfund (11.500 Euro) ein Gebetsprojekt christlicher Polizisten. Diese glauben daran, durch ihre Religion und die Gebete Verbrechen bekämpfen zu können, die Aufklärung selbiger zu verbessern und die Polizisten stärker zu schützen. Zudem soll mit dem Geld die Zusammenarbeit zwischen Kirche und Polizei ausgebaut werden.
Nun steht man als aufgeklärter Mensch schon etwas sprachlos da, wenn ein Ministerium der inneren Sicherheit mit esoterischen Methoden agiert, bzw. diese unterstützt. Werden zukünftig auch Pendler, Wahrsager, Hellseher und Sterndeuter verpflichtet (gerade letztere haben ja einen beachtlichen Stellenwert im Christentum)?
Die Kommentare zum Spiegel-Artikel sind übrigens auch lesenswert...
Nun steht man als aufgeklärter Mensch schon etwas sprachlos da, wenn ein Ministerium der inneren Sicherheit mit esoterischen Methoden agiert, bzw. diese unterstützt. Werden zukünftig auch Pendler, Wahrsager, Hellseher und Sterndeuter verpflichtet (gerade letztere haben ja einen beachtlichen Stellenwert im Christentum)?
Die Kommentare zum Spiegel-Artikel sind übrigens auch lesenswert...
Mittwoch, 13. Januar 2010
Christliche Gewerkschaftsarbeit
Auszug aus dem Interview, dass Arbeitsrechtprofessor Peter Schüren mit FOCUS geführt hat:
Schüren: An vorderster Front ist die christliche Gewerkschaft CGZP zu nennen. Sie versorgt Arbeitgeber, die ihre Lohnkosten senken wollen, seit Jahren mit Wunschtarifverträgen. So werden zum Beispiel gesetzliche Befristungsmöglichkeiten durch Pseudotarife ausgeweitet. Arbeitnehmer büßen dadurch ihren Kündigungsschutz ein. Auch die Löhne, die in den Tarifverträgen der CGZP festgeschrieben sind, liegen regelmäßig deutlich unter den sonst üblichen Sätzen. [...]
Nur weil sich eine Gruppierung Gewerkschaft nennt, heißt das noch lange nicht, dass sie auch Arbeitnehmerinteressen vertritt. Im Falle der CGZP handelt es sich um eine Organisation, die nicht einen einzigen Arbeitnehmer als Mitglied und die Arbeitgeber mit Wunschtarifverträgen versorgt hat. Allerdings zeichnet sich ab, dass die Tage der CGZP gezählt sind.
Nach der Lektüre dieses Interviews sollte man nicht vergessen, die Kinnlade wieder in die Ausgangsposition zu bringen. Herzlichen Dank für Ihre Kooperation, liebe Mitbürger.
Freitag, 18. Dezember 2009
Gottesdienst nicht mehr gefragt
Eine Umfrage der Apotheken Umschau ergab, dass etwa jeder zweite Deutsche (48,3%) in irgendeiner Form gläubig ist, wobei hier weder Aussagen hinsichtlich der Religion, der Art des Gott- oder Geisterglaubens, noch dessen psychologischer Tiefe gemacht werden. Wohl aber sagt man zur Institution der christlichen Kirchen folgendes:
...Der kirchliche Gottesdienst spielt dagegen eine geringere Rolle – 38,4 Prozent der Deutschen nehmen nur an hohen Festtagen daran teil. Viele (41,7 Prozent) besuchen Kirchen nur im Rahmen von Besichtigungen. Nur jeder Zehnte (10,1 Prozent) gibt an, regelmäßig, mindestens einmal die Woche Gottesdienste zu besuchen...
Da stellt sich doch die Frage inwieweit hier noch die Finanzierung dieser Institutionen durch den Staat und letztlich durch den (auch nicht in der Kirche gemeldeten) Steuerzahler gerechtfertigt sein kann.
...Der kirchliche Gottesdienst spielt dagegen eine geringere Rolle – 38,4 Prozent der Deutschen nehmen nur an hohen Festtagen daran teil. Viele (41,7 Prozent) besuchen Kirchen nur im Rahmen von Besichtigungen. Nur jeder Zehnte (10,1 Prozent) gibt an, regelmäßig, mindestens einmal die Woche Gottesdienste zu besuchen...
Da stellt sich doch die Frage inwieweit hier noch die Finanzierung dieser Institutionen durch den Staat und letztlich durch den (auch nicht in der Kirche gemeldeten) Steuerzahler gerechtfertigt sein kann.
Quelle
Freitag, 4. Dezember 2009
Warum, liebe Schweiz? Warum nur?
Natürlich kann man sich verwundert fragen, warum die Schweizer den Neubau von Minaretten letzten Sonntag verboten haben. Um diese Frage zu klären, hat Lukas Reimann, jüngstes Mitglied des schweizer Nationalrates (das Parlament der Schweiz) und der Schweizerischen Volkspartei (steckt drin, wonach es klingt) dem Deutschlandfunk ein wirklich bemerkenswertes und erhellendes Interview gegeben. Dieses möchte ich im folgendem ausschnittsweise zitieren und lasse es mir natürlich nicht nehmen, auf die besonders relevanten Argumente einzugehen.
Deutschlandradio: Was wollten Sie bezwecken?
Reimann: Wir wollten mit der Initiative ein Zeichen setzen gegen islamische Machtsymbole, aber für ein friedliches Miteinander, für die Menschenrechte, für die Grundrechte, die ja hier gelten. Aber an diese sollen sich bitte die Einwanderer halten, die hier leben wollen.
Minarette sind also islamische Machtsymbole und wenn man diese verbietet, setzt man ein Zeichen für die Menschenrechte.
Deutschlandradio: Und das tun die Einwanderer bislang nicht?
Reimann: Also es gab und gibt viele Probleme mit nicht integrationswilligen Einwanderen hier in der Schweiz, die einfach immer nur Forderungen stellen. Sie möchten eine offiziell anerkannte Religion werden. Sie möchte Minarette bauen. Sie möchten am Sportunterricht nicht teilnehmen. Sie lehnen unsere Weihnachtsfeiern ab und das gibt dann eben dementsprechend Integrationsprobleme.*
Anerkannt zu werden, Türmchen bauen zu wollen und körperliche Trägheit geht ja noch. Aber bei Weihnachtsfeiern hört der Spaß wirklich auf. Nur wer sich auf der betrieblichen Jesusgeburtstagsfeier bis zum Anschlag die Kante gibt und dann die Sekräterin auf dem Kopierer durchnudelt, will hier leben. Der Rest hat ganz offensichtlich ein Integrationsproblem.
Deutschlandradio: Also wer in der Schweiz Bürger ist und mitwohnen und mitarbeiten möchte, der muss sich auch anpassen.
Reimann: Auf jeden Fall. Ja. Wobei mir ist schon wichtig zu betonen, dass für die Muslime weiterhin die gleichen Rechte und Pflichten gelten wie für die Schweizer auch. Also... ein Muslim hat in der Schweiz weiterhin das Recht eine Moschee zu bauen, seinen Glauben frei auszüben. Aber er kann keine Minaretttürme bauen.
Es gelten also die gleichen Rechte für alle. Schweizer und Muslime. Nur sind die Christen eben einen Hauch gleicher.
Deutschlandradio: Viele Kritiker sagen ja jetzt - Herr Reimann, dass werfen sie Ihnen auch persönlich vor: Keine Religionsfreiheit für Muslime [unverständlich] in der Schweiz.
Reimann: Also wir sind immer und waren auch immer für die Religionsfreiheit aller Religionen - auch für die Muslime und das Minarett ist ja nicht Bestandteil der Religionsausübung. Das Minarett kommt im Koran nirgendwo vor. Es gibt tausende von Moscheen in arabischen Ländern ohne Minarett. Das ist vielmehr ein Symbol - eben auch ein politisches Symbol und nicht nur ein religiöses Symbol. Genau darum haben wir das Minarett abgelehnt.
Hohe Türme an Gotteshäuser sind also nur erlaubt, wenn die Türme in den entsprechenden "heiligen" Texten erwähnt werden. Wow, sind die Wände bei Reimann durchsichtig und, wow, hat der viele und große Steine...
Niemand hat die Absicht zu bestimmen wie Gotteshäuser auszusehen haben. Nur rund dürfen die Türme nicht sein und das muss auch jeder wissen, weil die Gesellschaft sonst im Chaos versinkt. Eckig! Hört Ihr? Eckig!Deutschlandradio: Aber die Mehrheit eine Landes bestimmt - dass sehen Sie ja jetzt so - wie ein Gotteshaus in der Architektur auszusehen hat.
Reimann: Nein, wir bestimmen einfach, dass wir keine Minarette in der Schweiz wollen und auch schlussendlich dann den Muezzin nicht, der den Ausruf macht. Die Schweiz ist ja ein sehr multikulturelles Land mit einem hohem Ausländeranteil und da ist es ganz entscheidend, dass es klare Regeln gibt: Unter welchen Bedingungen man zusammenleben will.
* Das hat Reimann wirklich so gesagt. Wortwörtlich! Ehrlich! Prüft es selbst nach!
Sonntag, 29. November 2009
Gratulation liebe Schweiz!
Mit der heutigen Volksabstimmung haben die Schweizer ein deutliches Votum für einen modernen, säkularen Staat abgelegt. Trotz der tiefverwurzelten christlichen Tradition stimmten überraschende 57% der eidgenössischen Wähler für die Annahme der kontrovers diskutierten Volksinitiative. Kirchtürme sind ab morgen früh in der gesamten Schweiz verboten!
Für diesen mutigen Schritt in die Moderne, für diese bisher ungesehene Emanzipation von kirchlich-religiöser Authorität kann man den Schweizern nur gratulieren. Offensichtlich hatten selbst die eher als konservativ empfundenen Schweizer genug vom immerwährenden Kirchturmglockengeläut und den allgegenwärtigen, phallischen Machtsymbolen eines rückwärts gewandten christlichen Religionismus.
Wie der schweizer Bundesrat verlauten ließ, sollen die Abrissarbeiten bereits im März nächsten Jahres...
Drrrrrrrring.
Oh, kleinen Augenblick bitte. Telefon.
verquer? ... Nein, tut mir leid. Hier lebt kein Eisfeld... Ich weiß, dass Füchse keine Rudeltiere sind! Aber was soll das mit diesem Beitrag... Oh. Aha. Minarette? Ich dachte, dass es um Kirchtürme... Tatsächlich Minarette? Aber das stellt doch die staatlich verordnete Bevorzugung einer Religion... Nun, so würde ich die Schweizer nicht gerade beschreiben. Dieser Ausdruck scheint mir ein bisschen hart zu sein. Ausserdem bin ich doch Gast in diesem... Ja, ich weiß, dass sich damit die Schweiz vom Ideal des weltanschaulich neutralen Staates fortbewegt und dass sich das einheimischen Christentum damit letztenendes selbst schadet. Aber das ist doch eigentlich wünschens... Nein, der Zweck heiligt natürlich nicht alle Mittel, aber wir reden doch hier nur von schwedischen... Ihre vorhersehbaren IKEA Witze können sie sich sparen. Auf Wiederhören!... ICH KENNE KEINEN EISFELD!
Donnerstag, 1. Oktober 2009
Der feuchte Traum aller Arbeitgeber
Sind sie Arbeitgeber und fühlen sich von den Arbeitnehmervorschriften des Staates gegängelt? Stört sie der Betriebsrat? Wollen sie die Schwuchtel in ihrem Betrieb loswerden, aber das allgemeine Gleichstellungsgesetz behindert sie dabei? Ihre kinderreiche aber ehemannlose Sekretärin ist Ihnen ein Dorn im Auge? Wir haben die Lösung für all Ihre Probleme - und das völlig legal!
Denken Sie sich einfach eine Religion aus, gründen Sie eine Kirche und schließen Sie einen Staatsvertrag ab. Wir müssen Ihnen aber leider mitteilen, dass die Premiumversion des Staatsvertrages seit 1945 nicht mehr verfügbar ist.
Wer jetzt denkt, dass ich hier Witze mache, der lese sich bitte den Bericht "Angestellte in Gottes Hand" auf Spiegel Online durch.
Samstag, 22. August 2009
Jörg Schönblöd
Jörg Schönbohm, derzeitiger Innenminister Brandenburgs, Generalleutnant a.D. und bisher bekannt für seinen selbstlosen Einsatz gegen die Verschärfung des Waffenrechts und für das Verbot von Killerspielen, offenbarte nun einen ganz neuen Aspekt seines gefühlten Wissens.
Höchstunverehrter Herr Innenminister,
Sie haben doch mit Sicherheit Zugang zum wissenschaftlichen Dienst einer deutschen Behörde. Ich möchte Ihnen anraten, sich von diesem ein Dossier über die Korrelation von Glauben und Friedlichkeit in den Ländern der Welt zusammenstellen zu lassen. Ich bin mir auch sicher, dass Sie einen Praktikanten finden werden, der Ihnen die wichtigen Stellen gelb markiert.
Mit allerherzlichsten Grüßen,
Jemand, der sich selbstständig informieren kann.
...ejakulierte er in das Mikrofon eines wehrlosen Journalisten der Nachrichtenagentur dpa. Erschreckend daran ist die implizite, als gefühlte Tatsache angenommene und vor allem demonstrierbar falsche Annahme, dass die Entkirchlichung mit einem Verfall der Moral einhergehen würde. Noch erschreckender ist, dass auch ein einflussreicher und damit vermutlich intelligenterer Mann, genau den gleichen Schwachsinn von sich gibt wie das religiöse Fußvolk."[Wir müssen] intensiv besprechen, was 40 Jahre Indoktrination in der DDR bedeuten, wie wir Verwahrlosung und Entbürgerlichung verhindern können und was wir gegen die Entkirchlichung und für die Wiederbelebung des Christentums in Ostdeutschland tun können."
Quelle: welt.de
Höchstunverehrter Herr Innenminister,
Sie haben doch mit Sicherheit Zugang zum wissenschaftlichen Dienst einer deutschen Behörde. Ich möchte Ihnen anraten, sich von diesem ein Dossier über die Korrelation von Glauben und Friedlichkeit in den Ländern der Welt zusammenstellen zu lassen. Ich bin mir auch sicher, dass Sie einen Praktikanten finden werden, der Ihnen die wichtigen Stellen gelb markiert.
Mit allerherzlichsten Grüßen,
Jemand, der sich selbstständig informieren kann.
Abonnieren
Posts (Atom)
