Samstag, 22. August 2009

Jörg Schönblöd

Jörg Schönbohm, derzeitiger Innenminister Brandenburgs, Generalleutnant a.D. und bisher bekannt für seinen selbstlosen Einsatz gegen die Verschärfung des Waffenrechts und für das Verbot von Killerspielen, offenbarte nun einen ganz neuen Aspekt seines gefühlten Wissens.
"[Wir müssen] intensiv besprechen, was 40 Jahre Indoktrination in der DDR bedeuten, wie wir Verwahrlosung und Entbürgerlichung verhindern können und was wir gegen die Entkirchlichung und für die Wiederbelebung des Christentums in Ostdeutschland tun können."

Quelle: welt.de
...ejakulierte er in das Mikrofon eines wehrlosen Journalisten der Nachrichtenagentur dpa. Erschreckend daran ist die implizite, als gefühlte Tatsache angenommene und vor allem demonstrierbar falsche Annahme, dass die Entkirchlichung mit einem Verfall der Moral einhergehen würde. Noch erschreckender ist, dass auch ein einflussreicher und damit vermutlich intelligenterer Mann, genau den gleichen Schwachsinn von sich gibt wie das religiöse Fußvolk.



Höchstunverehrter Herr Innenminister,

Sie haben doch mit Sicherheit Zugang zum wissenschaftlichen Dienst einer deutschen Behörde. Ich möchte Ihnen anraten, sich von diesem ein Dossier über die Korrelation von Glauben und Friedlichkeit in den Ländern der Welt zusammenstellen zu lassen. Ich bin mir auch sicher, dass Sie einen Praktikanten finden werden, der Ihnen die wichtigen Stellen gelb markiert.

Mit allerherzlichsten Grüßen,

Jemand, der sich selbstständig informieren kann.

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