Mittwoch, 13. Januar 2010

Christliche Gewerkschaftsarbeit

Auszug aus dem Interview, dass Arbeitsrechtprofessor Peter Schüren mit FOCUS geführt hat:
Schüren: An vorderster Front ist die christliche Gewerkschaft CGZP zu nennen. Sie versorgt Arbeitgeber, die ihre Lohnkosten senken wollen, seit Jahren mit Wunschtarifverträgen. So werden zum Beispiel gesetzliche Befristungsmöglichkeiten durch Pseudotarife ausgeweitet. Arbeitnehmer büßen dadurch ihren Kündigungsschutz ein. Auch die Löhne, die in den Tarifverträgen der CGZP festgeschrieben sind, liegen regelmäßig deutlich unter den sonst üblichen Sätzen. [...]
Nur weil sich eine Gruppierung Gewerkschaft nennt, heißt das noch lange nicht, dass sie auch Arbeitnehmerinteressen vertritt. Im Falle der CGZP handelt es sich um eine Organisation, die nicht einen einzigen Arbeitnehmer als Mitglied und die Arbeitgeber mit Wunschtarifverträgen versorgt hat. Allerdings zeichnet sich ab, dass die Tage der CGZP gezählt sind.
Nach der Lektüre dieses Interviews sollte man nicht vergessen, die Kinnlade wieder in die Ausgangsposition zu bringen. Herzlichen Dank für Ihre Kooperation, liebe Mitbürger.

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