Der Religion ist nur das Heilige wahr,
der Philosophie nur das Wahre heilig...
- Ludwig Feuerbach
Sonntag, 7. Februar 2010
Freitag, 5. Februar 2010
Esos für Jesus
Eine Gruppe aus dem Bereich der freikirchlichen Pfingstgemeinden unter der Leitung von Pastor Wilhelm Trienen möchte auf Esoterik-Messen, vor allem in Hamburg, Köln und Lübeck, den Kontakt zu Esoterikern suchen. Ziel ist selbstverständlich die Mission, von Esoterik zu Jesus, Esos für Jesus eben.
Dabei versuchen sie den Esoterikern ein Esoteriker zu werden, soweit dies biblisch und geistlich möglich ist.
Kommentar: Ja das ist möglich, unbedingt sogar, denn wo ist der Unterschied zwischen Religiösem und der Esoterik? Richtig, die Anzahl der Anhänger... Fragt man sich doch, gehts da vom Regen in die Traufe oder umgekehrt?
Von einer Esoterisierung der Gesellschaft wird gesprochen, so setze die Astrologie-Branche jährlich etwa 150 Millionen Euro um. Geistheiler und esoterische Lebensberater erwirtschafteten schätzungsweise eine Viertel Milliarde Euro pro Jahr.
Der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW) zufolge beinhaltet die Esoterik ein breites Spektrum okkulter Praktiken, etwa Pendeln, Tarot, Heilsteine, Bachblüten, Reiki bis hin zu Kontakten zu außermenschlichen Wesen (damit sind vermutlich ausdrücklich keine Götter, Engel, Heilige etc. gemeint).
Kommentar: Alles sicher richtig, doch wie schön wäre es, wenn diese Summen stattdessen in den Gemeinden der Pfingstler oder den sonstigen Kirchen landen würden? Und es ist natürlich systembedingt so, dass diese evangelische Zentralstelle ihren eigenen Glauben erst mal nicht mit anführt. Es kommt aber einer Realsatire gleich, wenn diese Gruppe sich mit Ständen auf diesen Esoterik-Messen präsentiert, denn genau da gehören sie hin!
Hier der Artikel: http://www.kath.net/detail.php?id=25485
Falls sich jemand über die Kommentare bei kath.net wundern sollte, in denen diese pfingstlerische Gruppe selbst als Sekte, ja als esoterisch geradezu bezeichnet wird, hier ein Beispiel für katholische Esoterik pur:

gefunden bei http://feuerbringer.com/
Donnerstag, 4. Februar 2010
Mittwoch, 3. Februar 2010
Zitat zur Wochenmitte
Die Götter der Menschheit sind eine pathetische und unzulängliche Schöpfung, tief unter dem Niveau des Menschen.
- Herrmann Kesten
- Herrmann Kesten
Montag, 1. Februar 2010
Logische Fehlschlüsse (11) – Naturalistischer Fehlschluss
Beschreibung: Eine These wird als wahr
betrachtet, weil sich korrespondierende Beispiele in der Natur finden
lassen.
Logische Struktur: A kommt in der Natur
vor, deswegen ist A wahr/erstrebenswert.
Beispiel: „Monogamie ist natürlich
und daher der einzig richtige Weg.“ oder „Menschen sind
biologisch gesehen Allesfresser und deswegen ist Fleischkonsum
moralisch gerechtfertigt.“
Der naturalistische Fehlschluss wird
fast ausschließlich bemüht, um Handlungsweisen moralisch zu
bewerten. Selbstverständlich übersieht der Benutzer dieses
Fehlschlusses vollkommen, dass uns die Natur nicht vorschreibt, wie
wir zu leben haben. Vielmehr können (und müssen) wir selbst
bestimmen, nach welchen Gesetzen und mit welchen Umgangsformen wir
leben wollen.
Die wohl abartigste Variante des
naturalistischen Fehlschlusses ist es, diesen zu einer gesamten
Ideologie namens Sozialdarwinismus auszubauen. Dieser behauptet
nämlich, dass wir in einer Kultur des „survival of the fittest“
leben und zu leben haben. Denn was in der Zoologie richtig ist, muss
auch in der Politik wahr sein.
Im Gegensatz zum Sozialdarwinismus wird
es allerdings lustig, wenn sich der naturalistische Fehlschließer
auf kontrafaktische Naturbeobachtungen beruft. So ist zum Beispiel
Homosexualität nicht unnatürlich, sondern im Gegenteil sehr weit
verbreitet. Nach meiner dunklen Erinnerung an eine Episode des skeptics guide to the universe kommt Homosexualität bei 99% aller
Tierarten vor.
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