Sonntag, 25. April 2010

Zitat zum Sonntag

Die Bibel, das konservativste Buch der Weltliteratur, das Buch, mit dem man Todesstrafe, Obrigkeitsstaat, ewiges Bleiben von reich und arm, Kapitalistenausbeutung und Ausgebeutet-Sein begründen kann.
- Helmut Gollwitzer, evangelischer Theologe

Kommentare:

  1. basierend auf Karl Marx "Kapital" kann man auch ne Menge herleiten und begründen.

    Im besten und neutralsten Fall bleibt zu sagen: Man kann jedes Buch missbrauchen.

    Da jetzt eine Hitliste anzuführen und die Bibel an die Spitze zu stellen halte ich zwar für manche Menschen sicherlich erheiternd aber unterm Strich für mehr als fragwürdig bzw. eine stark einseitige Sicht der Dinge.

    Beim genaueren Studierem der Bibel auch für einen stark inkonsistenten Gebrauch derselben:

    1. Korinther 13,2-7:
    Und wenn ich Weissagung habe und alle Geheimnisse und alle Erkenntnis weiß, und wenn ich allen Glauben habe, so dass ich Berge versetze, aber keine Liebe habe, so bin ich nichts. Und wenn ich alle meine Habe zur Speisung der Armen austeile und wenn ich meinen Leib hingebe, damit ich Ruhm gewinne, aber keine Liebe habe, so nützt es mir nichts. Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig, sie neidet nicht, die Liebe tut nicht groß, sie bläht sich nicht auf, sie benimmt sich nicht unanständig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet Böses nicht zu, sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit; sondern sie freut sich mit der Wahrheit, sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie erduldet alles.

    Davon abgesehen, dass Glaube gerne als Mittel zum Terror missbraucht wird, so gibt es auch hier eine klare Hierarchie:

    1. Kor. 13,13:
    Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; die Größte aber von diesen ist die Liebe.

    Was mich am meisten an der heutigen (bzw. allgemein) an der Christenheit stört: Sie liest gern selektiv.
    Ohne Kontext. Die Lehre aus 1. Korinther 13 zieht sich wie ein roter Faden durch das Neue Testament (2. Teil der Bibel).

    Ob es jetzt die zu steinigende Frau war (Joh. 8,2-11), die Frage nach der rechten Herzenshaltung in Bezugnahme aufs Spenden/Gute Dinge (Luk 21,1-4 oder Luk. 18,23) tun oder allgemein den Sinn der Gebote (vgl. Luk 11,37-54).

    Gerade Missstände machten das Kommen Jesu gerade notwendig.

    Joh 3,16-17:
    Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn gerettet werde.

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  2. Das kann kein evangelischer Theologe sein, das halte ich für eine Fälschung. Bitte um Überprüfung der Angaben. Danke!

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  3. Wieso überprüfst Du es nicht selbst und klickst zB den Link an?

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  4. :D evangelische Theologen müssen zuweilen nichtmal gläubig sein, wie kürzlich ein niederländischer Vertreter dieser Gattung bewies.

    Aber auch so wird an Unis zuweilen manches zerredet, diskutiert und praktiziert.

    von daher...

    ein sozialistischer Romantiker mit christlichem Touch... wieso nicht?

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