Montag, 12. Oktober 2009

Wenn Glaube tötet

Die bittere Realität des religiösen Glauben ist, dass er genau dann gefährlich wird, wenn Gläubige ihn zu ernst nehmen. Was passiert, wenn man an einen Gott, der absolutes Vertrauern fordert, und an seiner Heilkraft aufrichtig und ernsthaft glaubt, konnte man in den Nachrichten verfolgen.

Was machen normale Eltern, wenn ihre Tochter nicht mehr laufen, sprechen, essen und trinken kann? Diese merken wohl, dass es sich um etwas gefährlicheres handeln könnte als eine einfache Grippe und bringen ihre Tochter so schnell wie irgend möglich in ein Krankenhaus.

Nicht jedoch Dale und Leilani Neumann. Die beiden haben bis zum Schluß versucht ihre Tochter mit Gebeten zu heilen und durften dann mit ansehen, wie diese starb. Später wurde festgestellt, dass die Tochter an Diabetes litt und ihr Tod damit leicht vermeidbar gewesen wäre. Gratulation!


Und wie hat sich der Vater vor Gericht verteidigt?
"Wenn ich zu einem Arzt gehe, stelle ich den Arzt über Gott."

Quelle: spiegel.de
Der Glaube ist harmlos? Aber sicher...

Kommentare:

  1. Als ich den Nachrichtenartikel in einem christlichen (wohl evangelikal geprägten) Forum postete erhielt ich folgenden Kommentar:

    Was hätte der Notarzt tun können ohne dass es ihm von Gott gegeben wird?
    Instinktiv würde ich vermutlich den Notarzt rufen, ansonsten ist dieser Vater wohl eher ein Vorbild.

    Ein fassungsloser
    Corydoras-paleatus

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  2. da fällt einem ja die kinnlade in den keller.

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