Donnerstag, 18. Februar 2010

Gottes Nichtexistenz endlich bewiesen

  1. Die Schöpfung der Welt ist die größte vorstellbare Leistung.
  2. Je größer die Einschränkungen des Schöpfers desto beeindruckender ist seine Leistung.
  3. Die größte Einschränkung des Schöpfers wäre seine Nichtexistenz.
  4. Da nach 1. die Schöpfung der Welt die größte vorstellbare Leistung ist und nach 3. die größte vorstellbare Leistung von einem Schöpfer ausgehen muss, der nicht existiert, folgt
  5. Gott exisitiert nicht.
Anmerkung für die geistig Hinterherhinkenden: Natürlich ist dieser Beweis für Gottes Nichtexistenz scherzhaft gemeint. Aber zu Trainingszwecken könnt ihr ihn ja mal ernst nehmen und aufzeigen, warum dieser "Beweis" nicht funktioniert. Schwieriger als man denkt...

Kommentare:

  1. Hmm, mal angenommen 1) und 2) seien Axiome und keine wilden Behauptungen, dann koennte man immer noch folgendermassen argumentieren:

    Gott ist belegterweise eher semi-fleissig, und legt sich schon mal gerne in 1/7 Tagen auf die faule Haut. Deswegen wuerde er wahrscheinlich nicht ans Limit gehen und sich mit einer mittel-groesst-moeglichen Leistung zufrieden geben. Z.B. mir einer Hand auf dem Ruecken, aber doch existierenderweise schoepfen...

    Pruefung bestanden?

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  2. Die mittel-groesst-moeglichen Leistung würde ja Punkt 1) widersprechen. Der mittelgroße Gott könnte also existieren, hätte nur unsere Welt nicht geschaffen. ;)

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  3. Die groesste Vorstellbare Leistung ist unendlich gross. Wenn sie endlich waere dann waere z.B. eine Schoepfung plus ein Thunfischsandwich noch groesser. Wenn sie aber unendlich ist, dann kommt es nicht mehr darauf an wie wenig oder wie viel sich Gott noch einschraenkt. Weil unendlich/5 genauso viel ist wie unendlich/2 oder gar /0 (behaupte ich hier mal als alter Grenzwertvertauscher). Somit wuerde also der mittelgrosse Gott doch nicht 1) widersprechen.

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  4. Wenn Du die größte vorstellbare Leistung als unendlich groß definierst, dann hat - wie Du selbst nachgewiesen hast - die Einschränkung Gottes keinerlei Einfluss auf die Größe der Leistung. Das widerspricht Punkt 2).

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  5. Na gut... es ist dein Axiomen-system, Thunfischsandwich hin oder her... Wie waere es dann damit:

    Dein Axiomen-System enthaelt sowohl die Aussage: Gott exisitert (implizit in 1) und vor allem 2) ) und die Aussage Gott existiert nicht (logische Schlussfolgerung aus 1) und 3)). Somit ist es inkonsistent und ex falso quodlibet.

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  6. In 1. könnte auch eine schöpferlose Schöpfung gemeint sein. 2. ist bloß eine allgemeine Aussage über beliebige Schöpfer.

    Desweiteren basiert diese Argumentation auf der Annahme, dass ein nicht-existenter Schöpfer etwas schöpfen kann (implizit in 3. und 4.) und auf Grund dessen, halte ich Deine Argumentation für nicht stichhaltig. :D

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  7. @Matt

    ehm. nein. zumindestens nicht im wortsinne. und das ist auch nicht die größte schwäche dieses "beweises"

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